Rassebeschreibung
Farben:
Rappe, Schimmel (selten) und Braun (alle Schattierungen). Unerwünscht sind: Füchse, Schecken, Rapp-oder Rotschimmel, stark stichelhaarige oder Hengste mit großen weißen Flecken am Körper werden zur Zucht nicht zu gelassen.
Exterieur / Körperbau:
Langer, schlanker Ramskopf, tiefe, schräge Schulter, langer, gut aufgesetzter und leicht gebogener Hals, breite Brust (Brustumfang von 180 bis 240 cm), gut bemuskelte Beine, kurzer, starker Rücken, kräftige Hinterhand mit hoch aufgesetztem Schweif, sehr häufig hochweiß gestiefelt an allen Beinen, starker Kötenbehang, ausgeprägte Blesse an Stirn und Kopf, harte Hufe mit starken Außenwänden,
ausdrucksvolles Auge, nicht zu dichtes, seidiges, glattes Langhaar.
Hengste sollten ein Mindeststockmaß von 170 cm haben, ausgewachsen zwischen 900 und 1200 Kilo wiegen und einen männlichen Ausdruck zeigen.
Stuten sollen ein Mindeststockmaß von 165 cm haben und eine weiblich-mütterliche Ausstrahlung besitzen. Es wird ebenfalls großer Wert auf eine hohe Rumpftiefe gelegt, die den nötigen Raum zur Entwicklung des Fohlens im Mutterleib gewährleisten soll.
Wallache sollen mutig sein und einen vollen Arbeitstag bewältigen können.
Behänge:
Es ist ein feiner, glatter und seidiger Behang gewünscht, vorzugsweise am Hinterrand der Röhre und unterhalb des Fesselgelenkes.
Größe :
170 – 195 cm, Durchschnitt 178 cm
Gewicht :
800 bis 1200kg
Eigenschaften / Charakter :
Gutmütiges, charakterstarkes und zugstarkes Kaltblut, arbeitswillig, gelehrig und sehr personenbezogen, trotz der Größe ausgeprägte Bewegungsfreude, durchaus temperamentvoll.
Einsatzgebiete :
Arbeits- und Freizeitpferd mit vielseitiger Eignung für schweren Zug, Fahren, Freizeitreiten, Therapiereiten, Übungen der Hohen Schule und Showvorführungen.
Bewegung :
Raumgreifende Gänge, trittsicher, hohe Knieaktion.
Bestand /Zucht :
In Zuchtbüchern derzeit in Deutschland ca. 600 und weltweit sind ca. 10.000 eingetragen. Alle zuchtrelevanten Entscheidungen laufen ausschließlich über den Englischen Verband, der Shire Horse Society.
Alle Stutbucheintragungen und Registrierungen werden dort vorgenommen.
Bei der Namensgebung hat jedes Pferd ein Präfix. Das Präfix ist ein vom Züchter ausgewählter Name, den alle Fohlen dieses Gestüts als Vorspann erhalten. Oft handelt es sich dabei um einen Namen/Begriff der sich aus einer Besonderheit
der Umgebung, der Farm oder des Züchternamens ergibt.
Nach der englischen Körordung werden die Hengste erstmals als Zweijährige zur Eintragung begutachtet. Sofern sie dem Rassestandart und Zuchtziel entsprechen, können sie im Alter von sechs Jahren erneut vorgestellt werden und die
Prüfungwiederholen. Ist die Prüfung bestanden gelten die Eintragung und die Deckerlaubnis lebenslang.
Besonderheiten:
Die größte Pferderasse weltweit (Zugkraft bis zu 5 Tonnen).
Eine sehr alte Rasse dessen Ursprung bis auf das frühe Mittelalter zurück geht. Um 1960 waren die Shire Horses kurz vor dem Aussterben. Trotz ihrer Größe sind die Shire Horses vielseitig einsetzbar. Sie gelten als ausgesprochene Spätentwickler. Die Behänge bedürfen einer besonderen Pflege, da sonst die Gefahr der Mauke besteht.
Das Shire Horse gilt im Allgemeinen als guter Futterverwerter, dennoch rechnet man pro 100kg Lebendgewicht mit mind. 1 Kilo Futter pro Tag Eiweißreiche Futtermittel sind nur bedingt verwendbar.
Aus dieser Rasse entwickelte sich später das schottische Clydesdale.
Das Shire Horse hat kein eigenes Brandzeichen. Zur Identifizierung werden die Abzeichen und Wirbelungen in den Papieren mit einer Stutbuchnummer registriert und eine DNA Probe entnommen.
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