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Seit Juni 2008 waren auf unserer neuen HP
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Odin in Haltern im Juni 2008

 

Natürliche Hengsthaltung

 

Vorweg: Es gibt keine artgerechte Hengsthaltung. Es gibt nur eine artgerechte Pferdehaltung.

 

Wir haben unseren Hengst Odin selbst gezogen und er lebt seit seiner Geburt im Herdenverband. Wir sind gegen eine isolierte Hengsthaltung und finden es wichtig, dass ein Junghengst mit Stuten lebt. Unser Hengst kennt die Herde und eine Stutenherde macht ihn weder nervös noch unruhig. Odin hat seine Stutenherde und es gibt nie Probleme. Er kümmert sich einfühlsam um die Fohlen und Jungpferde in seiner Herde.

 

Unser Hengst Rusktington Connor lebte ebenfalls schon immer im Herdenverband. Als er im August 2009 aus England zu uns kam, waren wir sehr erfreut, dass auch er das Leben in der Stutenherde kennt und ein erfahrener Hengst ist, der kein Problem damit hat, sich der Leitstute unterzuordnen und auch sofort Fohlen und Neugeborene annahm, die gar nicht von ihm sind. Er lebt in einer extra Herde mit seinen Stuten und akzeptierte sofort den neuen, jungen Hengst Maverick, der im November 2009 zu uns kam und in seiner Herde läuft. Connor, Maverick und Frodo (Pony Wallach) sind tolle Jungs die zusammen mit Stuten in einer Herde laufen und die Fohlen dieser Herde aus 2009, werden super von Connor beaufsichtigt und haben sowas wie Narrenfreiheit ihm gegenüber.

 

Die Vorteile, einen Hengst von Kindesbeinen an in einer Herde leben zu lassen, liegen auf der Hand.

 

Erstens hat jeder Hengst ein Recht auf eine artgerechte Haltung im Herdenverband, denn es gibt genug Hengste, die im hintersten Winkel eines Stalles ein sehr einsames dasein frißten und zweitens, ist der Hengst der in der Herde lebt, im Umgang mit Stuten gelassen und ruhig. Der Hengst ist dadurch ausgeglichen, verliert nicht den Kopf wenn er eine Stute sieht, ist realaxed und gut sozialisiert.

 

Gerade Junghengste sollten bereits mit Stuten im Herdenverband leben dürfen. Was daran gut ist, zeigt dieser Artikel.

 

Auf den Hengst kommt’s an

 

Der Charakter des Hengstes ist entscheidend– das konnte Hans J. Asbahs, auf dessen Holsteiner Verbandsstation Bokel 17 Jahre lang Hengste auf der Weide deckten, erfahren. „Mit Literat klappte das problemlos, er war vorsichtig, ging auf die Stuten ein, verausgabte sich aber nicht. Er war schlau genug zu wissen, dass ihm seine Herde von keinem anderen Hengst genommen wird und hatte so feine Reaktionen, dass er das Verhalten der Stuten gut zu deuten wusste“, berichtet Asbahs. Denn Hengste, die sehr nervig sind, ihre Stuten ständig in Gefahr sehen und nie zur Ruhe kommen, sind für die Herdenhaltung nicht geeignet.

 

Meist sind das jedoch nur Hengste, die als Junghengste keine Erfahrung in einer Stutenherde sammeln konnten. Als ausgewachsenen und ältere Hengste sind sie dann überfordert, nervös und unruhig und stehen ständig unter Strom. Solche Hengste sehen eventuell auch in neugeborenen Fohlen und Jungpferden eine Gefahr, was ein echtes Problem darstellen würde, denn er würde Fohlen möglicherweise attackieren.

 

Ein Hengst der den Herdenverband mit Stuten von klein auf gewohnt ist, wird problemlos mit seinen Stuten und Fohlen leben. Er verhält sich dann nämlich ruhig und gelassen in seiner Stutenherde und übernimmt problemlos die Fohlenaufsicht.

 

Wir sind wie Frau Stückelberger, von dieser Haltungsform überzeugt:

Sie entspricht der Natur des Pferdes am meisten. Ein Großteil der Hengste fristet ein sehr isoliertes Leben mit wenig Sozialkontakten. Eine Stutenherde mit Hengst ist einfach am natürlichsten''.

 

Allerdings braucht es dafür einen Hengst, der möglichst artgerecht aufgewachsen ist, also ein gut ausgeprägtes Sozialverhalten gelernt hat. „Deswegen ist es auch am einfachsten, junge Hengste einzusetzen, die in einer Herde aufgewachsen sind.

 

Denn die Hengste müssen nicht nur lernen, wie man sich einer Stute nähert, und ihr Abwehrverhalten zu deuten wissen, sie müssen sich auch einer Leitstute unterordnen.

Der wohl prominenteste Hengst, der in der Herde deckte, war Christine Stückelbergers Gaugin de Lully, mit dem die Schweizerin auf den OlympischenSpielen 1988 Einzel-Bronze und Mannschaftssilber holte.

 

Können Pferde im Herdenverband leben, entwickeln sie untereinander eine Rangordnung. Die Leitung bleibt der Alpha Stute vorbehalten. Sie entscheidet, wann in welche Richtung gezogen wird, wo Pause gemacht wird und wie sich die Herde im Ernstfall verhalten soll.

Landläufig wird geglaubt, dass Hengste eine Pferdeherde anführen. Dies ist jedoch nicht so! Der Hengst ist für das Zusammenhalten seiner Stuten und die Fohlen sowie für das Sicherstellen des Herdenbestandes verantwortlich, die Leitstute jedoch hat das wirkliche Sagen.

 

Wir sind für eine artgerechte Pferdehaltung und unsere Hengste leben mit tragenden Stuten und Fohlen in der Herde. Sie kümmern sich um die Fohlen und sind sanft und ruhig zu allen Herdenmitgliedern.

Stuten die nicht gedeckt werden sollen leben extra in einer Herde.

Das funktioniert wunderbar und wir sind froh, dass auch unsere Hengste ein tolles Leben führen können.

  

 

 

 

Fairytale Shire - Zuchtgemeinschaft Kilianshof GbR
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